Der Umzug
einer Röntgenanlage steht meist dann an, wenn die Praxis komplett verlegt wird oder das Gerät einfach in einen anderen Raum innerhalb der Praxis ziehen soll. Damit am Ende alles „sauber über die Bühne geht“, sollten Sie nicht zu lange mit der Informationsbeschaffung warten.
Die erste große Frage ist: Können Sie das selbst machen?
Ein klares „Ja“ gibt es nur dann, wenn das Gerät aus etwa 3 bis 6 Teilen besteht, die leicht auseinanderzunehmen und alleine zu tragen sind und am neuen Ort ebenso einfach wieder zusammengebaut werden können. Sobald Sie mehr als drei Werkzeuge benötigen, raten wir generell davon ab.
Und weil wir das alles schon erlebt haben: Bitte versuchen Sie nicht, eine Anlage im Ganzen mit 4 bis 6 Leuten von A nach B zu schleppen. Auch die Idee, das Gerät einfach auf eine Palette zu schnallen, ist riskant – oft scheitert es dann an der Türhöhe. Noch schlimmer ist es, die Anlage zu kippen oder hinzulegen: Es gibt immer versteckte Details. Wenn zum Beispiel Öl aus einer Entlüftungsschraube am Monoblock läuft und man das erst bemerkt, wenn man die Anlage schnell wieder aufrichten will, ist es oft schon zu spät.
Was danach wichtig ist:
Nach dem Umzug muss der Stromanschluss stimmen, Licht- und Strahlenfeld müssen justiert und die Zentrierung korrekt sein. Am Ende muss kontrolliert werden, ob am Strahler auch das herauskommt, was eingestellt wurde.
Ein Wort zum Strahlenschutz:
Das zu planen ist in der Tiermedizin kein Hexenwerk. Ein Kreis mit einem Radius von 1,5 m um den Strahler legt den Kontrollbereich fest. Außerhalb davon liegt man meist unter den üblichen Grenzwerten. Beispiel: In einem Raum (3 x 2,20 m), bei dem das Gerät mittig an der Wand steht und vertikal strahlt, muss oft nur die rückwärtige Wand beachtet werden. Besteht diese aus massivem Material (Beton, Ziegel etc.) mit mindestens 11,5 cm Stärke, ist alles gut. Bei Ständerbauweise empfiehlt sich eine doppelte Beplankung mit Materialien wie Safeboard von Knauf.
Organisatorischer Strahlenschutz muss individuell mit Sachverständigen geklärt werden. Wenn man jedoch genau plant, kann man viel Geld sparen – zum Beispiel, weil Türen außerhalb des Kontrollbereichs nicht verbleit werden müssen.
Wie man sieht: Eine gute Planung spart bares Geld (frei nach dem Motto: ein Gramm Hirn ist mehr wert als eine Tonne Blei).